Was ist eine Selbsthilfegruppe (SHG)?

In einer SHG treffen sich Betroffene oder Angehörige zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch, zur gemeinsamen Suche nach Bewältigungsformen, aber auch von einer Gruppe Gleichbetroffener getragen zu werden. SHG ermöglichen den Aufbau von sozialen Kontakten.

 

 Der mündige Patient/in:

Selbsthilfe bedeutet, dass die Betroffenen ihr Recht und ihre Möglichkeiten entdecken, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Dabei werden die Betroffenen von Menschen die in der gleichen Lage sind unterstützt, die dasselbe anstreben. SHG werden nicht von Fachleuten geleitet, sind also keine Therapiegruppen. Jedes Mitglied ist gleichberechtigt und trägt zum Gelingen der Gruppe bei.

 

 

 


So ist eine Selbsthilfegruppe organisiert:

Ort der Gruppentreffen:
Sinnvoll ist es die Gruppentreffen an einem neutralen Ort durchzuführen. Nicht geeignet sind Privaträume!

 

Häufigkeit der Treffen:
14-täglich hat sich als gut erwiesen. Wöchentlich überfordert und monatliche Treffen sind zu wenig.

 

 

 

Teilnahme:
Regelmäßige Teilnahme wirkt positiv au das Gruppenklima. Abmelden wenn man verhindert ist. Wenn jemand unangemeldet fehlt, absprechen wer nachfragt

 

Gestaltung:
Wie jeder Mensch ist auch jede Gruppe einmalig.
Anfangsrunde, Diskussions- und Schlussrunde frei gestaltbar. Schwerpunkte festlegen oder Gruppen- oder Jahresprogramme mit Themenschwerpunkten. Wichtig: Die passende Form für jede Gruppe zu finden.

 

 

 

Im Gespräch lernen:
Fragen: Wie hätte ich mich in vergleichbarer Situation verhalten? Wie habe ich die Situation bewältigt?

 

Gesprächsleitung:
Die Gruppe beschließt, ob eine Gesprächsführung erwünscht. Roter Faden soll eingehalten werden. Jeder soll zu Wort kommen. Führung kann abwechseln, desto mehr ist jeder  mitverantwortlich und desto entbehrlicher ist eine Gesprächsführung.

 

 

 


 

 

 

Zur Selbsthilfe:

Die erlernte Unfähigkeit negative Dinge nicht beim Namen zu nennen weil es peinlich, schmerzvoll oder bedrohlich ist, hindert viele Betroffene oft daran wirksame Hilfe anzunehmen.

 

Eine Selbsthilfegruppe Depression stellt sich vor:

In vertrauensvoller und offener, entspannter Atmosphäre tauschen ca. 6-10 Mitglieder alle zwei Wochen in Erfahrungen in einem Gesprächsabend aus und geben uns gegenseitig Hilfe, die seelische Krankheit zu bewältigen.

 

 

 

Was wollen wir:

Das Betroffene lernen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, ihr Selbstbewußtsein stärken und anerzogene Verhaltensmuster ablegen.

 

Ziele:

In Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und Fachinstitutionen einen gegenseitigen Dialog zum beiderseitigen Nutzen anstreben.

 

 

 


Selbsthilfeaufbau- und Unterstützung:

 

 

 

Mit Unterstützung von regionalen SH-Kontaktstellen oder anderen Institutionen bin ich gerne bereit eine SHG in der Startphase zu unterstützen.

 

Bei Übernahme der Fahrtkosten (25 Cent/km) bin ich gerne bereit eine bestehende SHG zu besuchen und über meine Arbeit zu informieren.

 

 

 


Informationen zum Aufbau von Selbsthilfegruppen

Der in Deutschland seit 1984 einzige bestehende Selbsthilfeverein:

"Selbsthilfe bei Depressionen"
Wermbachstr.13, 63739 Aschaffenburg
Tel.: 06021 / 23626
eMail: info@redenundhandeln.de

 

Infos zum Schweizer Selbsthilfeverein:

EQUILIBRIUM  www.depressionen.ch

 


Bestehende Selbsthilfegruppen

Von Hans-Georg Weber gegründete Selbsthilfegruppen zur Bewältigung von Depressionen gibt es in folgenden mittelhessischen Städten:

SHG "Lichtblick" Wetzlar
Kontakt und Info:
Wetzlarer Neue Zeitung, Sekretariat Lokalredaktion
Tel.: 06441 / 9590

SHG Biedenkopf
Kontakt und Info:
Marianne Carow, Tel.: 06461 / 5636

 

SHG Haiger
Kontakt und Info:
Diakonisches Werk Dillenburg, Tel.: 02771 / 2655-0

SHG Bürgerhospital Friedberg
Kontakt und Info:
Anja Blecher, Tel.: 06003 / 7240

Die Angehörigengruppe um Suizid:

SHG Agus e.V.
Angehörige um Suizid in Bayreuth
Kontakt und Info:
Tel.: 0921/1500380
eMail: AGUS.Selbsthilfe@t-online.de